Begegnungen & Reaktionen

Neben den Lesungen sind die Gespräche danach das ganz besonders Bereichernde für mich. Das ist der Mann, der einst als junger Seemann von einem DDR-Schiff im Hafen von Rotterdam floh und in Franken landete, oder die Frau, die viele Jahre im Frauengefängnis war. Da ist der junge Lehrer aus Bayern, der sich in Thüringen nicht … Weiterlesen …

„Wichtig und gut recherchiert“

Joachim Gauck war im Frühjahr in Würzburg. Der frühere Bundespräsident und erste Beauftrage für die Stasiunterlagen nach der Wende sprach in der ausverkauften Neubaukirche. Anlass war der Auftakt zu 500 Jahre Bauernkrieg. Die Bauern wollten sich „Freyheit“ erkämpfen, es war ein blutiger Kampf. 1989 erkämpften sich die Deutschen im Osten ihre „Freiheit“. Die Mauer fiel, … Weiterlesen …

„Deckname Antenne“ goes New York?

„Wohin bitte? Wird er jetzt größenwahnsinnig?“  Diese Reaktion könnte ich verstehen. Und doch: Es gab die Einladung zu einer Lesung nach New York. Doch daraus wird nichts. Und schuld ist? Richtig, Donald Trump. Eine sehr überraschende Geschichte, der Reihe nach. Es begann mit einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Eine Redakteurin aus der Politikredaktion … Weiterlesen …

Schulbesuch vorbereiten

Der Besuch von Schulen ist inzwischen ein besonderer Bestandteil meines Projektes geworden. Das Thema DDR/Stasi/Kampf um Freiheit & Demokratie/Mauerfall/Wiedervereinigung stehen im Lehrplan. Da steht es auf dem Papier und ist emotional oft verständlicherweise weit weg von den jungen Leuten. Auch wenn es erst gut 35 Jahre her ist. Die jungen Leute können nicht so recht … Weiterlesen …

Immer die eine Frage…

Egal wo ich lese, danach gibt es immer die eine Frage: „Warum ist der Osten Deutschlands so unzufrieden und zeigt dies auch bei den Wahlen?“ Wo sie und wir alle doch so ein Glück hatten bei der friedlichen Wende vor 35 Jahren. Eine Patentantwort habe ich da zunächst auch nicht. Aber: Alle unter 50 Jahren … Weiterlesen …

Die Kassetten des Friedensgesprächs

Neben einer der letzten DDR-Fahnen vom ehemaligen Grenzübergang Eußenhausen- Meiningen zeige ich in meiner Präsentation diese zwei Tonkassetten hoch. Sie sind über 35 Jahre alt und in etwas krakeliger Handschrift ist zu lesen „Friedensgespräch Suhl“. Es war Mitte September 1989, die Fluchtbewegungen von DDR- Bürgern über die CSSR und Ungarn waren tausendfach im Gange. Alle … Weiterlesen …

„Habe ich auch eine Akte?“

Diese Frage kommt nach jeder Lesung. „Kann man da heute auch noch nachschauen lassen und wo?“ Als ich 1992 mitbekam, dass ich wohl eine Stasiakte habe und die in Suhl liegt, gab es den Beauftragten für die Stasiunterlagen noch, die Zentrale in Berlin und die Außenstellen in den ehemaligen DDR-Bezirksstätten. Joachim Gauck („Gauckbehörde“) war der … Weiterlesen …

Tränen und Rührung

Mittlerweile kenne ich die Stellen, wenn in meinen Vorträgen Tränen kommen, die Augen nass werden, wenn das Taschentuch herausgeholt wird. Es ist hauptsächlich bei den zwei kurzen Videos. Wenn die Trabis und Wartburgs nach dem Mauerfall durch das Spalier der Menschen am Grenzübergang Eußenhausen- Meiningen fahren oder wenn voller Inbrunst in der Nacht der Wiedervereinigung … Weiterlesen …

Ein Brief aus der DDR

In den letzten Wochen sind sie plötzlich „beim Räumen“ aufgetaucht, nach über 35 Jahren: Briefe aus der DDR. Briefe, die wir in der Wendezeit als junge Westdeutsche mit unseren gleichaltrigen Freunden in der Lausitz geschrieben haben. Bis zuletzt geöffnet und „mitgelesen“ von der Staatssicherheit. Die dicken Klebestreifen auf der Rückseite beweisen es bis heute. Ganz … Weiterlesen …

Ermutigende Rückmeldungen

Vier Jahre war sie in einem DDR-Frauengefängnis, dann kaufte sie die Bundesrepublik Deutschland frei. Die Frau, die mir nach einer Lesung das erzählt, hat Tränen in den Augen. Vieles sei gerade wieder hochgekommen, aber sie bedankt sich bei mir dafür, dass ich mit meinem Buch und mit meinen Vorträgen an eine Zeit in Deutschland erinnere, … Weiterlesen …