Es geht weiter…

Nie hätte ich das für möglich gehalten: Auch im fünften Jahr nach Erscheinen meines Buches „Deckname Antenne“ werde ich weiter auf Lesereise sein.
Während ich derzeit zahlreiche Termine für den Herbst konkretisiere, treffen tatsächlich bereits die ersten Anfragen für das Jahr 2027 ein. Besonders bewegt mich, dass darunter wieder Schulen sind. Begegnungen mit jungen Menschen liegen mir nach wie vor sehr am Herzen, weil dort die Fragen oft besonders direkt, ehrlich und gegenwärtig sind.
Was ich auf diesen Veranstaltungen immer wieder feststelle – und was mir selbst unter die Haut geht: Vor allem mein Schluss mit dem neuen Text über Revolutionen, über ihren oft gewaltsamen Verlauf und über die Besonderheit der friedlichen Revolution, löst bei vielen Zuhörerinnen und Zuhörern große Emotionen aus.
Immer wieder erlebe ich, dass Gastgeberinnen oder Gastgeber, die am Ende die Gäste und mich verabschieden möchten, für einen Moment nach Worten ringen. Manchmal bricht ihnen die Stimme. Nicht aus Verlegenheit, sondern weil spürbar wird, wie tief das Thema noch immer berührt.
Gerade angesichts der unfriedlichen Welt unserer Tage empfinden viele Menschen neu, was damals geschehen ist: dass es vor knapp vierzig Jahren eine Gnade der Zeit war, dass aus Angst, Wut und Aufbruch kein Krieg wurde. Dass eine Revolution möglich war, die nicht in Blutvergießen mündete. Dass Menschen mutig aufstanden – und dennoch Frieden möglich blieb.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Geschichte auch heute noch erzählt werden muss. Nicht als abgeschlossene Vergangenheit, sondern als Erinnerung daran, wozu Menschen fähig sind, wenn Mut, Besonnenheit und Hoffnung zusammenkommen.